Buchtipp: Der Antikapitalist…

Eines der vielleicht besten Wirtschafts- und Finanzbücher der vergangenen 20 Jahre stammt aus der Feder von Professor Dr. Thorsten Polleit...
Andreas Hoose

Andreas Hoose

Mit seinem aktuellen Buchtitel „Der Antikapitalist – ein Weltverbesserer, der keiner ist“ hat Professor Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa Goldhandel, einen ganz großen Wurf gelandet. Was macht das Buch so einzigartig? Nun, anhand nachvollziehbarer Fakten räumt der Autor mit einem ganzen Bündel an Mythen auf, die sich hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt haben:
Polleit weist nach, dass wir politisch betrachtet alles Mögliche haben, nur keine Demokratie. Dass die viel gepriesene „freie Marktwirtschaft“ aktueller Prägung ein reines Hirngespinst ist – und dass der von vielen Linken gefürchtete, ja geradezu verhasste Kapitalismus überhaupt nicht existiert. Heute nicht und auch nicht in der Vergangenheit.

In zwanzig voneinander unabhängigen Kapiteln beschreibt Thorsten Polleit Wesen und Eigenart eines insbesondere von Intellektuellen, Künstlern und Staatsbediensteten abgelehnten, verachteten und leidenschaftlich bekämpften Phänomens, das jedoch nur in deren Phantasie existiert:

In der real existierenden Gegenwart gibt es keinen Kapitalismus. Genau umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Fehler und Unzulänglichkeiten, die dem angeblich unheilbringenden Kapitalismus anzulasten sind, sind nach Polleits Beweisführung ausnahmslos die Folge eines sozialistisch geprägten Interventionismus, wie er heutzutage in mehr oder weniger starker Ausprägung in allen wichtigen Volkswirtschaften anzutreffen ist.
Fazit: Das vielleicht beste Finanz- und Wirtschaftsbuch der vergangenen 20 Jahre sollte in keiner Privatanleger-Bibliothek fehlen. Auch mit Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen rund um den Globus ist das Werk ungemein erhellend. Prädikat: Besonders empfehlenswert!
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