Pierre Lassonde: Gold steigt auf 25.000 US-Dollar…

Negative Realzinsen machen dem Goldpreis Dampf. Pierre Lassonde, Ex-Präsident von Newmont Mining, sieht gewaltiges Potential...
Andreas Hoose

Andreas Hoose

Piere Lassonde, Mitbegründer des kanadischen Goldproduzenten Franco Nevada (FNV) und ehemaliger Präsident von Branchenschwergewicht Newmont Mining (NEM), geht davon aus, dass sich das Dow-Gold-Verhältnis in den kommenden Jahren in Richtung Gleichstand (1:1) verschieben wird. Im Interview mit PalisadesGold Radio prognostizierte Lassonde in dem Zusammenhang kürzlich einen Goldpreis in der Gegend um 25.000 US-Dollar…

Einer der wichtigsten Preistreiber der kommenden Goldhausse sind nach Einschätzung des Analysten die negativen Realzinsen (Renditen für Staatsanleihen abzüglich Inflationsraten). Lassonde verweist hier auf die 1970er Jahre, als die Zinsen hoch, die Inflationsraten dauerhaft aber noch deutlich höher waren.

Ein ähnliches Umfeld sei wegen der enormen Geldflut der US-Notenbank mit der damit einhergehenden Schwächung des US-Dollar auch in den kommenden Jahren zu erwarten. Gold sei der „Anti-Dollar“ schlechthin, so Lassonde, und werde daher von der zu erwartenden deutlichen Entwertung des Greenback massiv profitieren…

Mit Blick auf die Gold- und Silberproduzenten bringt Lassonde einen interessanten Aspekt ins Spiel: Die Unternehmen seien heute sehr viel stärker auf eine Reduktion ihrer Energiekosten fokussiert als beim Goldpreis-Aufschwung zwischen 2001 und 2011. Dies werde nach Lassondes Einschätzung dazu führen, dass sich die Gewinne der Minenbetreiber deutlich stärker entwickeln werden als seinerzeit. Der relativ hohe Ölpreis werde durch die erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen wirkungsvoll abgefedert.

Daneben erwartet Lassonde einen „Bieterwettbewerb“ der etablierten Edelmetall-Produzenten um die wenigen hochgradigen Gold- und Silbervorkommen kleinerer Exploarionsfirmen. Den Fehler, sich zu sehr auf die Förderung schwacher Rohstoff-Vorkommen zu fokussieren, würden die großen Unternehmen anders als bis 2011 nicht noch einmal machen.

Lassonde ist Erfinder der nach ihm benannten „Lassonde-Kurve“, die den Lebenszyklus eines Junior-Produzenten beschreibt. Ab Minute 13:20 im folgenden englischsprachigen Video:

Wie Lassondes Aussagen einzuschätzen sind und welche Schlüsse sich daraus insbesondere für die Aktien der Minenbetreiber ableiten lassen, das erläutern wir in der kommenden Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs…

Hier geht´s zur Anmeldung…

 

 

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