Edelmetalle: Physischer Kaufrausch gegen Papiergold-„Kegeltruppe“…

Von wegen Sommerflaute: Die Edelmetallpreise purzeln. "Reiner Zufall" ist das natürlich nicht...
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Die jüngsten Kursbewegungen bei den Edelmetallen waren (wieder einmal) nichts für schwache Nerven. Typischerweise ist die internationale „Kegeltruppe“ in der umsatzschwächsten Zeit des Hochsommers zur Höchstform aufgelaufen und hat ein wenig „Kurspflege“ betrieben. Bei entsprechender Interessenslage trifft sich das ganz hervorragend, denn mitten im August lassen sich schon mit geringsten Kapitaleinsätzen gewaltige Kursbewegungen auslösen – was die Anleger ordentlich in Wallung bringt und so jede Menge Verkaufsorders auslöst. Und dann muss man eigentlich nur noch die Hand aufhalten…

Die jüngsten Manipulationen am Goldmarkt beleuchtet der folgende Beitrag von Ronan Manly, der kürzlich auf www.goldseiten.de erscheinen ist…

Zitat:

„Wer verkauft 54 Tonnen Goldäquivalent im Wert von über drei Milliarden Dollar an einem Sonntagabend, wenn die Märkte in New York, London und Singapur geschlossen sind? Wer verkauft 1.299 Kontrakte (vier Tonnen) während eines Zeitraums von einer Minute um 18.45 Uhr an einem Sonntagabend im August zu 1.755 Dollar je Unze (im Wert von 228 Millionen USD)? Wer handelt 2.612 Kontrakte innerhalb von einer Minute um 18.48 Uhr? Wer löst innerhalb weniger Minuten eine Panik aus, verkauft Tausende von Kontrakten und lässt den Goldpreis um mehr als 70 Dollar fallen?

Zwischen 18:45 und 18:57 Uhr fiel der Preis der COMEX-Goldfutures für Dezember von 1.755,8 Dollar auf 1.677,9 Dollar, was einem Rückgang von 4,4% entspricht. Alles nur, weil jemand oder eine Gruppe von Händlern massive Leerverkaufsaufträge für COMEX-Goldfutures eingab, als die beiden größten COMEX-Goldhandelsplätze (New York und London) noch nicht einmal geöffnet waren und Singapur und Tokio Feiertage hatten.

Wer hat diese Geschäfte veranlasst? Die Gold-Bullionbanken für ihre eigenen Bücher? Bullionbanken als Agenten der US-Notenbank oder einer anderen Zentralbank? Die Goldhandelsabteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Hongkong?

Und aus welchem Grund? Haben die Zentralbanken so viel Angst vor einer sich beschleunigenden Inflation, dass sie den Goldpreis nach unten drücken und Gold als Inflationsbarometer demontieren müssen, um den Markt vorübergehend zu täuschen? Oder wissen die Zentralbanken, dass weitere Marktturbulenzen bevorstehen, und müssen den Goldpreis senken, damit der Goldpreis, wenn er dann wieder steigt, von einem niedrigeren Niveau aus steigt? Wo bleibt die Aufsichtsbehörde der COMEX, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), und ihr amtierender Vorsitzender Rostin Behnam, um diese Geschäfte zu untersuchen?“

(…)

„Die Papiergoldmärkte schaffen aus dem Nichts ein Angebot an Goldkrediten und Derivaten. Dadurch wird zum einen die Nachfrage in Papiergold gelenkt, die sonst in physisches Gold geflossen wäre, und zum anderen können die Finanzinstitute (Zentralbanken und ihre Agenten bei den Gold-Bullionbanken) den Goldpreis durch Taktiken wie die massiven Leerverkäufe von COMEX-Goldfutures am Sonntagabend New Yorker Zeit, 8. August 2021, beeinflussen. Der Einbruch des Goldpreises am Sonntagabend New Yorker Zeit hatte nichts mit dem physischen Goldmarkt zu tun. Es handelte sich lediglich um eine Preismanipulation durch mächtige, von der Realität völlig losgelöste Interessen.“

COMEX-Goldfutures, Sonntag, 08. August 2021: Die Umsätze erzählen die wirklich interessanten Geschichten an den Finanzmärkten und NICHT die Kurse….

(…)

„Auf den Märkten für physisches Anlagegold ist jedoch ein extremer Kauf von physischem Gold zu beobachten. Nehmen wir zum Beispiel den Edelmetall-Auftragsfluss von BullionStar über einen Zeitraum von fünf Tagen, von Freitag, dem 5. August, bis Dienstag, dem 10. August, wo die Kaufaufträge fast 10,5 zu 1 überwogen, wobei nur 8,6% der Aufträge Verkaufsaufträge waren. Normalerweise würden die Verkaufsaufträge bei BullionStar etwa 35% der Gesamtaufträge ausmachen. Im Moment sind weniger als 10% der Aufträge Verkaufsaufträge. Die Kunden kaufen physische Edelmetalle, und verkaufen sie nicht.

Und die Papiermärkte für Gold und Silber an der COMEX und in London spiegeln dies in keiner Weise wider. Der Grund dafür ist, dass die Papiermärkte von der Realität abgekoppelt sind und von den Finanzmächten manipuliert werden, wobei die Gold- und Silberbanken die Papierkontrakte in den Stunden, in denen sie kaum gehandelt werden, ohne Makronachrichten abstoßen, (…) und das, was auf den physischen Edelmetallmärkten passiert, ins Lächerliche ziehen.

Die physische Nachfrage ist heiß, aber sie spiegelt sich nicht im Goldpreis wider, einem Goldpreis, der an den Handelsschaltern der Wall Street und in London entsteht.“

Den vollständigen Artikel finden Sie hier…

Wie gesagt, nur Selberdenken macht schlau…

Mehr dazu in der August-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs…

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