Bundestagswahl: Im Wahl-O-Mat gewinnt die AfD triumphal…

Die Bundesregierung hatte eine kluge Idee: Ihr Wahl-O-Mat sollte den Bürgern die Wahlentscheidung erleichtern. Eigentlich. Denn fast sieht es so aus, als hätte man die Idee nicht zu Ende gedacht...
Andreas Hoose

Andreas Hoose

In genau zwei Wochen sind die Bundesbürger wieder aufgerufen, Ihre Stimme „in einer Urne zu versenken“. Was man durchaus wortwörtlich verstehen könnte. Aber das ist ein anderes Thema. Recht erhellend ist in diesem Zusamenhang in jedem Fall die Tatsache, dass der regierungsamtliche Wahl-O-Mat in diesen turbulenten Tagen bei erstaunlich vielen Wählern eine Affinität zur „Alternative für Deutschland“ (AfD), wie soll man sagen, „diagnostiziert“ trifft es vielleicht, denn glaubt man unseren Medien, dann kann es sich bei solchen Anwandlungen ja nur um eine Art „Krankheit“ handeln.

Der frühere ZDF-Moderator Peter Hahne, man kennt das Gesicht noch aus dem heute-journal, hat diese für die Bundesregierung durchaus hochnotpeinliche Tatsache im folgenden Beitrag kommentiert.

„Türken, Grüne, Sozis, alle wählen AfD – jedenfalls legt das der Wahl-O-Mat nahe: Hier kann man seine Bedürfnisse mit den Wahlprogrammen abgleichen.“

(…)

„Bei „Tichys Ausblick“ hatte ich dazu aufgerufen, unbedingt mal den Wahl-O-Mat im Internet anzuklicken und die 38 Fragen zu beantworten. Sinn und Zweck (…) ist es, so heißt es regierungsamtlich, „über die wichtigsten Wahlkampfthemen zu informieren.“ Man kann also per Klick zu politischen Thesen Stellung nehmen: stimme zu/neutral/stimme nicht zu. Der Wahl-O-Mat hat die Antworten der Parteien zu diesen Fragen sorgsam gespeichert, also quasi die Wahlprogramme, und berechnet dann die Übereinstimmung der Wähler mit eben jenen Partei-Antworten.

Betreiber dieser Internet-Plattform ist die Bundeszentrale für Politische Bildung. Und diese wiederum ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesinnenministeriums. Also regierungsamtlicher gehts nun wirklich nicht. Da niemand jedoch behaupten würde, diese Zentrale sei in der Merkel-Epoche rechtslastig, noch nicht einmal CDU/CSU-lastig, erstaunt die Bilanz des Frage-Antwort-Spiels umso mehr.“

Diese Bilanz sieht nämlich so aus, wie Peter Hahne weiter ausführt, dass selbst politisch stark links oder grün orientierte Mitbürger zu ihrem eigenen Erstaunen feststellen, dass sie laut regierungsamtlicher Analyse am ehesten bei der AfD zu verorten sind.

Das bedeutet: Würden sich die Menschen bei ihrer Wahlentscheidung in zwei Wochen an den Programmen der Parteien orientieren, dann wäre am Abend des 26. September mindestens eine Zwei-Drittel-Mehrheit der AfD zu erwarten.

Wenn das mal keine Sensation ist.

Nicht nur Peter Hahne sieht sich bestätigt:

Politiker leben offenbar in einer anderen Welt, weit entfernt von den Problemen des Volkes – und sie schreiben Programme, die niemand haben will.

Doch wer jetzt erwartet, dass die Menschen am Wahltag diesmal womöglich nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und Überzeugungen entscheiden, der dürfte enttäuscht werden. Die politisch-mediale Gehirnwäsche der vergangenen Jahre wird schon dafür sorgen, dass Überraschungen ausbleiben.

Sie wollen jetzt trotzdem wissen, ob Sie in Wahrheit auch zu den heimlichen AfD-Wählern gehören?

Na dann: Hier geht´s zum Wahl-O-Mat…

 

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