Lebensmittelpreise steigen um 32,9 Prozent…

Das Zentralbank-Märchen von der Inflation, die schon bald wieder verschwinden wird, löst sich gerade in Luft auf: Die globalen Preise für Zucker, Pflanzenöl und Getreide explodieren. Doch das ist erst der Anfang...
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Ein aktueller Bericht der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) zeigt, dass die weltweiten Lebensmittelpreise so stark ansteigen, wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Die stärksten Preistreiber sind demnach Zucker, Pflanzenöl und Getreide.

Wie die FAO kürzlich erklärte, sind die Weltmarktpreise für Lebensmittel im August nach zwei aufeinanderfolgenden Monaten des Rückgangs wieder deutich gestiegen, vor allem bei Zucker, Pflanzenöl und Getreide.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der die internationalen Preise für weltweit gehandelte Lebensmittel abbildet, lag im August bei durchschnittlich 127,4 Punkten und damit 3,9 Punkte (3,1%) höher als im Juli und 31,5 Punkte (32,9%) höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im August war der FAO-Zuckerpreisindex der wichtigste Preistreiber für Nahrungsmittel, der gegenüber Juli um 9,6% anstieg, was auf Frostschäden an den Ernten in Brasilien, dem weltweit grössten Zuckerexporteur, zurückzuführen ist.
 
Der zweitgrösste Sprung im Warenkorb war der FAO-Pflanzenölpreisindex, der im letzten Monat um 6,7% einen historischen Höchststand erreichte.

Der FAO-Getreidepreisindex stieg im August gegenüber Juli um 3,4%. Der Fleischpreisindex stieg im August leicht an, während der Index für Milchprodukte sank.

Eine Kombination aus weltweiten Dürren, unbeständigem Wetter, Arbeitskräftemangel und Unterbrechungen der Versorgungskette, die u. a. auf Covid zurückzuführen sind, haben zu dem raschen Anstieg der Lebensmittelpreise im letzten Jahr beigetragen.

Hier der Originalbeitrag in englischer Sprache.

Interessant ist die Kursentwicklung des globalen Nahrungsmittel-Index in der folgenden Abbildung. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Lebensmittelpreise ihre Aufwärtsbewegung nach der jüngsten Konsilidierung wieder aufnehmen werden. Fundamental ist das einfach zu erklären: Das Zentralbank-Märchen vom „vorübergehenden Inflationsgeschehen“ wird sich vor dem Hintergrund einer nie gesehenen Geldflut, die systembedingt in den kommenden Jahren gewaltig anschwellen wird, in Luft auflösen. In der Folge sollten nicht nur die Preise für Lebensmittel stark ansteigen…

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