Eine neue Phase der Propaganda gegen Russland…

In Europa steigt die Kriegsgefahr. Doch die Gründe sind nicht nur dort zu finden, wo jetzt alle hinsehen...
Andreas Hoose

Andreas Hoose

Bei der aktuellen Berichterstattung zur Lage in der Ukraine-Krise wird ein Aspekt von nahezu allen Medien vollständig ausgeblendet: In unserem ungedeckten Schuldgeldsystem sind militärische Auseinandersetzungen ein bedeutender „Wachstumsfaktor“.

Das verleiht der aktuellen Situation besondere Brisanz. Denn wenn selbst jahrelange Nullzinsen nicht mehr hinreichen, global betrachtet jenes „Wirtschaftswachstum“ zu erzeugen, das existenziell notwendig ist, um dieses dahinsiechende System am Leben zu erhalten, dann steigt die Kriegsgefahr sukzessive immer weiter an.

Die Welt könnte daher jetzt an einem Punkt stehen, da ein militärischer Konflikt die „letzte Rettung“ darstellt: Je größer die Verheerungen sind, die ein Krieg in Europa anrichten könnte, desto kräftiger kann am anschließenden „Wiederaufbau“ verdient werden.

Wie brandgefährlich die Lage bereits ist, das verdeutlicht die folgende Analyse von Wolfgang Bittner: 

„Die Auseinandersetzungen in der Ostukraine spitzen sich nach einer wahnsinnigen Hetzkampagne und Kriegspropaganda, die sich inzwischen über Wochen hinzieht, immer mehr zu. Natürlich kann man dabei die Vorgeschichte nicht außer Acht lassen. Denn es gibt Beweise dafür, dass der Regime Change von 2014 über Jahre hinweg von den USA vorbereitet wurde, um die Ukraine aus dem russischen Einflussbereich und dem Wirtschaftsverbund mit der Russischen Föderation herauszubrechen. Die Ukraine wurde von den USA nach dem inszenierten Putsch sozusagen auf kaltem Wege übernommen, aufgerüstet und gegen Russland in Stellung gebracht.(1)

Die überwiegend Russisch sprechende ostukrainische Bevölkerung in den Gebieten Donezk und Luhansk forderte damals nach dem blutigen Putsch zuerst lediglich mehr Autonomie innerhalb der Ukraine. Aber der neue Machthaber Petro Poroschenko, eine Marionette der USA, schickte Panzer in den Donbass – das war der Beginn des Bürgerkrieges. So sollte ein innerstaatlicher Konflikt mit militärischen Mitteln gelöst und – offenbar im Sinne der USA – ein Brandherd vor der Tür Russlands geschaffen werden. Die Ostukrainer gaben nicht auf und versicherten sich der Unterstützung aus Russland, das aber bisher nicht militärisch eingegriffen hat.

Jetzt spitzt sich die Lage dermaßen zu, dass die Gefahr eines Flächenbrandes entsteht, der sich auf ganz Europa ausbreiten könnte. Es sieht danach aus, dass die neu aufgerüstete ukrainische Armee mit ihren Hilfstruppen einen Großangriff auf Donezk und Luhansk plant, um Russland zu provozieren und in den Krieg hineinzuziehen. Bekanntlich sind nationalistische Freiwilligenbataillone, amerikanisch Söldner und sogenannte Militärberater beteiligt, die den Krieg befeuern.

Aber die westliche Propaganda – die sich ins Unerträgliche gesteigert hat – dreht wieder einmal die Tatsachen um und warnt vor einem russischen Angriff, obwohl Präsident Putin das mehrmals zurückgewiesen hat. Der deutsche Bundeskanzler Scholz und der französische Ministerpräsident Macron hatten die Wogen bei ihren Gesprächen mit Wladimir Putin bereits etwas glätten können, doch in diesem Moment schaltete sich sofort der amerikanische Präsident Biden ein und korrigierte die Zielrichtung. Er telefonierte mit Scholz und Macron, und die Situation kippte erneut.

Es ist offensichtlich, dass in letzter Minute die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 verhindert werden soll, aber letztlich geht es darum, Russland auf jede erdenkliche Weise den westlichen Kapitalinteressen zu öffnen und dem monopolistischen Anspruch der USA zu unterwerfen. Dafür finden sich beflissene Helfer wie Annalena Baerbock, Norbert Röttgen und andere Atlantiker. Die Welt befindet sich seit Wochen in einem Ausnahmezustand, und es ist zu hoffen, dass es keinen Krieg der westlichen Allianz mit Russland gibt. Denn das wäre tödlich.“

Der vollständige Beitrag ist bei www.uncutnews.ch erschienen.

Wie wir die Lage einschätzen und welche Schlüsse Anleger aus den Entwicklungen ziehen sollten, das erläutern wir in der März-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs…

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6 Antworten

  1. Also jetzt platzt mir aber der Kragen. Es entspricht einfach nicht den Tatsachen, was da geschrieben ist. Es ist genau umgekehrt. Wer bricht denn das Minsker Abkommen, anerkennt den Ostteil der Ukraine als selbständig an und schickt seine Truppen dorthin?
    Das ist doch dieselbe Tatsachenverdrehung, wie dass Trump die Wahl gewonnen haben soll, obwohl sämtliche US-Gerichte – auch in republikanisch beherrschten Bundesstaaten und dem republikanisch beherrschte Supreme Court das Gegenteil behaupten und auch sein eigener Vicepräsident Pence das so sieht.
    Also ich habe keinen Bock auf einen „Börsenbrief“, der (geo)politisch so einseitig und bar jeder Objektivität hantiert.
    Sorry, aber das musste mal gesagt werden.
    Sind denn alle abb-Leser der Meinung von Herrn Hoose???
    Würde mich interessieren.
    Ich lerne ja gerne hinzu, aber ein Minimum an kritischer Objektivität ist schon nötig.
    Noch einen schönen Tag.

    1. Hallo Herr Mauermann,
      Sie haben das Minsker Abkommen gelesen? Ich vermute eher nicht, denn dann wüssten Sie, was drin steht und Russland kommt dort im Text nicht vor, kann also auch keine Pflichten verletzt haben. Gliches gilt für Frankreich und Deutschland.
      Kiew hat sich stets geweigert, Minsk umzusetzen. Wie soll es dann funktionieren? Nun hatte sogar Macron udn Scholz gesagt, dass Minsk tot sei. Wenn also die „Garantiemächte“ Kiews das Abkommen für tot erklären (sich also weigern, Kiew dazu zu bewegen, den Vertrag endlich umzusetzen), dann ist das Abkommen nicht mehr das Papier wert, auf dem es steht.

      Was die US-Wahl angeht, so gibt es ja inzwischen schon erste parlamentarische und amtliche Feststellungen des Wahlbetrugs. Man sollte so etwas aber nicht im Mainstream suchen, sondern muss dazu direkt in USA oder in alternativen Medien suchen.

  2. Guten Abend, Herr Mauermann,

    das erste Opfer in jedem Krieg ist bekanntlich immer die Wahrheit. Historisch betrachtet lässt sich allerdings lückenlos nachverfolgen, dass die USA die Farbenrevolutionen und diversen Regimewechsel in Osteuropa nach ihren eigenen Vorstellungen entscheidend mitgestaltet haben. Russische Interessen wurden dabei systematisch übergangen.

    Ein Zitat dazu aus dem folgenden Beitrag:

    „Im Februar 2014 wurde durch eine solche Farbrevolution, die man auch als einen Putsch teilweise faschistischer Oppositioneller bezeichnen kann, in der Ukraine ein pro-westliches, pseudo-demokratisches Regime installiert. Russland reagierte darauf mit der Annexion der Krim und der faktischen Okkupation von Teilen der Ostukraine“.

    https://ansage.org/ueber-kiew-nach-moskau-oder-nach-berlin/

    Ähnlich verhält es sich mit der Nato-Osterweiterung. Bei Interesse sehe man sich dazu einmal eine Karte an, welche Länder in den vergangenen 20 Jahren der Nato beigetreten sind – trotz der ausdrücklichen Zusicherung, dass dies nicht geschehen werde. Dass diese Entwickklung irgendwann eskalieren würde, musste man schon lange befürchten.

    Möglichweise ist es jetzt soweit. Hierfür spricht bei aller Tragik auch der Aspekt, dass unser elendes Schuldgeldsystem einen Krieg jetzt sozusagen „dringend braucht“. Im Grunde sind wir alle also selbst mit schuldig an der Misere.

    Womöglich ist das auch eine Chance, sofern wir das erkennen…

  3. Guten Tag Herr Hoose, guten Tag Herr Schlotter,

    Byron Katie sagt: Willst du recht haben oder glücklich sein. Ich möchte glücklich sein. Ich empfinde es als hoffnungslos, mich weiter argumentativ mit Ihren alternativen Wahrheiten auseinanderzusetzen. Sorry, aber ich empfinde es als verschwendete wertvolle Lebensenergie – das ist mir klar geworden.

    Wie Kierkegaard sagt: Man kann sich auf zwei Arten irren. Entweder, indem man glaubt, was nicht wahr ist. Oder indem man sich weigert zu glauben, was wahr ist.

    Das Bewusstsein des Menschen ist in einem bestimmten Zustand nur bereit, sich die Argumente anzuhören, die die eigene Meinung wiedergeben. Diese Bereitschaft kann ich bei Ihnen nicht wahrnehmen. … Ich muss nicht rechthaben und lasse los.

    Seien Sie glücklich.

    1. Guten Tag, Herr Mauermann,

      ich sehe es so: „alternative Wahrheiten“ existieren nicht. Objektiv betrachtet gibt es nur eine Wahrheit, nicht beliebig viele. Natürlich kann man sich unterschiedliche Sichtweisen aneignen, nur sind das dann keine „Wahrheiten“, sondern Meinungen.

      Und was das Glück angeht: Das finden wir nur in uns selbst. Deshalb habe ich auch meine Zweifel, ob Auswandern in diesen Zeiten überhaupt Sinn macht. Schließlich haben wir uns selbst immer dabei, sozusagen.

      Viel Erfolg und viele Grüße

  4. Meine Wahrheit

    Wenn es der NATO (NordAtlantischeTerrorOrganisation) nicht um Expansion ginge, wäre Jugoslavien noch geeinigt (und Katalonien längst ein eigener Staat).

    -nicht überschuldet
    -regelmässig ein Handelsbilanzplus
    -reich an Rohstoffen
    -umfanreiche Goldreserven
    -rothschildfreie Staatsbank
    -eigene Währung

    Alles Attribute von Russland, die den Wertewesten schon mal eifersüchtig machen können.

    Alles was die U(S)kraine zu bieten hat ist ein paputtes AKW, Gasleitungen, Zugang zum Meer und eben – die gemeinsame Grenze zu Russland.

    Um was wird’s da wohl gehen?

    Ich wünsche einen friedlichen Abend

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