Die neue Weltordnung, die unter dem Vorwand des Ukraine-Krieges vorbereitet wird…

Die Darstellung des Ukraine-Krieges und dessen Entstehung folgt in den westlichen Medien ganz offenkundig einem völlig anderen Drehbuch als die tatsächliche Chronologie der Ereignisse.
Andreas Hoose

Andreas Hoose

Bei der Lektüre des folgenden englischsprachigen Beitrags empfiehlt es sich sich, Äußerungen von Stratfor-Gründer George Friedman aus dem Jahr 2015 im Hinterkopf zu behalten. Vor dem Chicago Council on Global Affairs erklärte Friedman im Februar 2015, dass eines der wichtigsten außenpolitischen Ziele der Vereinigten Staaten darin besteht, eine Allianz zwischen Deutschland und Russland zu verhindern. Denn vereint seien Deutschlands Technologie-Knowhow und Russlands Rohstoffe in der Lage, die globale Vormachtstellung der USA zu beenden.  Dies sei eine Urangst der Vereinigten Staaten (ab Minute 09:26). Es lohnt sich jedoch, das Video in voller Länge zu studieren, denn vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine ist es außerordentlich erhellend: Es wirft einen vernichtenden Blick auf die Außenpolitik Washingtons und die Rolle der Vereinigten Staaten im aktuellen Ukraine-Konflikt.

Sieben Jahre nach den bemerkenswerten Äußerungen Friedmans stellt der folgende engschlischsprachige Beitrag auf voltairenet.org fest: 

„Der Konflikt in der Ukraine wurde nicht von Russland am 24. Februar eröffnet, sondern von der Ukraine eine Woche zuvor. Die OSZE ist ein Zeuge dafür. Dieser Randkonflikt war von Washington geplant worden, um eine neue Weltordnung durchzusetzen, aus der Russland und dann China ausgeschlossen werden sollten. (…)

Sie glauben mir nicht? Hier sind die Messwerte der OSZE von der Grenze zum Donbass. Monatelang hatte es keine Kämpfe gegeben, aber die Beobachter der neutralen Organisation registrierten ab dem Nachmittag des 17. Februar 1.400 Explosionen pro Tag.

Sofort brachten die Rebellenprovinzen Donezk und Lugansk, die sich noch als ukrainisch betrachteten, aber Autonomie innerhalb der Ukraine beanspruchten, mehr als 100.000 Zivilisten in Sicherheit. Die meisten zogen sich in das Innere des Donbass zurück, andere flohen nach Russland. In den Jahren 2014 und 2015, als ein Bürgerkrieg zwischen Kiew, Donezk und Lugansk herrschte, waren die materiellen und menschlichen Schäden lediglich eine innere Angelegenheit der Ukraine. Im Laufe der Zeit entschloss sich jedoch fast die gesamte ukrainische Bevölkerung des Donbass, auszuwandern und die doppelte russische Staatsbürgerschaft anzunehmen.

Daher war der Angriff Kiews auf die Bevölkerung des Donbass am 17. Februar ein Angriff auf ukrainisch-russische Bürger. Moskau kam ihnen ab dem 24. Februar zu Hilfe. Die Chronologie ist unbestreitbar. Nicht Moskau hat diesen Krieg gewollt, sondern Kiew, trotz des vorhersehbaren Preises, den es dafür würde zahlen müssen. Präsident Zelensky hat sein Volk absichtlich in Gefahr gebracht und trägt die alleinige Verantwortung für das, was es heute erleidet. (…)

Die Europäische Union wurde nun aufgefordert, ihre Einfuhren von russischem Öl und Gas zu stoppen. Wenn sie dieser Aufforderung nachkommt, ist Deutschland ruiniert und mit ihm die gesamte Union. Dies wird kein Kollateralschaden sein, sondern die Frucht eines strukturierten Denkens, das seit dreißig Jahren klar zum Ausdruck kommt. (…)

Eine Art Hysterie hat den Westen erfasst. Alles, was mit Russland zu tun hat, wird gejagt, ohne Rücksicht auf seine Verbindungen zur Ukraine-Krise. Russischen Künstlern werden Auftrittsverbote erteilt, selbst wenn sie als Gegner von Präsident Putin bekannt sind. Hier verbietet eine Universität das Studium des antisowjetischen Helden Solschenizyn aus ihrem Lehrplan, dort eine andere den Schriftsteller der Debatte und des freien Willens Dostojewski (1821-1881), der sich gegen das zaristische Regime stellte. Hier wird ein Dirigent deprogrammiert, weil er Russe ist, und dort wird Tschaikowsky (1840-1893) aus dem Repertoire gestrichen. Alles Russische muss aus unserem Bewusstsein verschwinden, so wie das Römische Reich Karthago zerstörte und methodisch alle Spuren seiner Existenz vernichtete, so dass wir heute nur noch wenig über diese Zivilisation wissen.

Am 21. März machte Präsident Biden aus dieser Tatsache keinen Hehl. Vor einem Publikum von Wirtschaftsführern sagte er: „Dies ist der Moment, in dem sich die Dinge ändern. Es wird eine neue Weltordnung geben, und wir müssen sie anführen. Und wir müssen den Rest der freien Welt vereinen, um dies zu tun“ [8]. Diese neue Ordnung [9] soll die Welt in zwei hermetische Blöcke teilen; ein Schnitt, wie wir ihn noch nie erlebt haben, kein Vergleich mit dem Eisernen Vorhang des Kalten Krieges.“

Zum englischsprachigen Beitrag.

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