US-Präsident Andrew Jackson und das nachfolgende Verbrechen…

Die Medien heutzutage tun so, als sei die US-Notenbank ein Segen für die Menschheit und die normalste Sache der Welt. Dabei sieht die Wahrheit völlig anders aus...
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Von Doug Casey…

Mit über 30 Billionen Dollar an Schulden ist es schwer vorstellbar, dass die Regierung der Vereinigten Staaten jemals schuldenfrei war.

Aber das war tatsächlich der Fall: Im Jahr 1835, dank Präsident Andrew Jackson. Er war der erste und einzige US-Präsident, der die Staatsschulden vollständig tilgte.

Sein Biograf sagt, dass der ehemalige US-Präsident Schulden als „moralisches Versagen“ betrachtete, als eine Art „schwarze Magie“.

Als er Präsident wurde, war Jackson fest entschlossen, die USA von ihrer Staatsverschuldung zu befreien. Denn durch die Schulden ist man immer der Sklave seiner Gläubiger. Man ist nicht frei…

Jackson wusste, dass Schuldenfreiheit eine wesentliche Voraussetzung für die Unabhängigkeit war. Diese Ansicht teilten damals viele Amerikaner.

Deshalb griff Jackson die Institutionen und mächtigen Personen an, die der Staatsverschuldung das Wort redeten und diese förderten und ermöglichten. Dazu gehörten die Bankeneliten und die Second Bank of the United States, die damalige Zentralbank des Landes, Vorläuferin des heutigen heimtückischen Federal Reserve Systems.

Während seiner Kampagne gegen die Übel der Staatsverschuldung überlebte Jackson wie durch ein Wunder ein Attentat, als beide Pistolen des Attentäters fehlschlugen. Mit einiger Sicherheit steckten schattenhafte Interessen, die mit der Zentralbank verbunden waren, hinter dem Mordanschlag.

Jackson überlebte jedoch und fuhr fort, die „Fed“ seiner Zeit zu beenden. Er setzte sich erfolgreich gegen die Zentralbank durch – und gegen die mächtigen Interessen, die hinter ihr standen – und schloss die Second Bank of the United States.

Außerdem zahlte er die Bundesschulden vollständig zurück, eine echte Herkules-Aufgabe.

Jackson konnte das amerikanische Volk jedoch nicht mit einer Bundeseinkommenssteuer zur Rückzahlung der Schulden zwingen. Eine solche Steuer gab es damals noch gar nicht und sie wäre obendrein verfassungswidrig gewesen.

Er konnte auch nicht einfach Geld drucken, um die Schulden zu begleichen. Einen solch irrsinnigen Betrug zu begehen – wie es die Fed heute in großem Stil tut – das kam Jackson vermutlich nie in den Sinn.

Stattdessen musste der Präsident auf Steuereinnahmen aus anderen Quellen zurückgreifen, vor allem auf Einfuhrzölle und Verbrauchssteuern, um die Schulden zu tilgen. Außerdem kürzte er die Bundesausgaben drastisch und legte häufig sein Veto gegen Ausgabengesetze ein.

Jacksons Entschlossenheit zeigte Wirkung. Im Januar 1835 waren die USA zum ersten Mal in ihrer Geschichte vollkommen schuldenfrei.

Leider hielt der Zustand nicht viel länger als ein Jahr an. Anschließend sollten die USA nie wieder schuldenfrei sein – und zwar nicht einmal annähernd.

Die Rache der Zentralbanker

Nachdem es Jackson gelungen war, die damalige Fed abzuschaffen, wurde alles, was mit einer Zentralbank in Verbindung gebracht wurde, in der amerikanischen Öffentlichkeit zutiefst unpopulär. Daher gingen die Befürworter der Zentralbank zu einer neuen Strategie der Markenbildung über.

Anstatt ihre neue Zentralbank „Dritte Bank der Vereinigten Staaten“ zu nennen, entschieden sie sich für einen vagen und langweiligen Namen. Sie nannten sie „Federal Reserve“ und schafften es, sie vor den Augen des Durchschnittsbürgers zu verstecken. Infolgedessen haben die meisten Amerikaner auch über 100 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1913 keine Ahnung, was die Federal Reserve tatsächlich ist und was sie eigentlich tut.

Ironischerweise ist Jacksons Gesicht seit 1928 auf der 20-Dollar-Note der Federal Reserve zu sehen. In gewisser Weise zeigen die Befürworter des Zentralbankwesens mit diesem symbolischen Schritt einem ihrer entschiedensten Gegner den Mittelfinger.

Schließlich ist die Fed in Wahrheit die „Dritte Bank der Vereinigten Staaten“. Zweifellos hätte sich Jackson darüber geärgert, dass sein Gesicht auf dem gefälschten Konfetti-Geld zu sehen ist.

Bis zum heutigen Tag haben die meisten Amerikaner keine Ahnung, wer Jackson ist, was er getan hat und warum er es getan hat.

Wenn er jemals erwähnt wird, beschmutzen ihn die Medien, die Wissenschaft und der Rest des Establishments zu Unrecht als – Sie haben es erraten – „Rassist“.

Das ist genau das, was der „Deep State“, die fest verankerte Bürokratie, will. Sie will nicht, dass der Durchschnittsbürger versteht, warum Jackson die Zentralbank abschaffte und die Amerikaner (vorübergehend) aus der nationalen Schuldknechtschaft befreite. Würde man heute das Gleiche tun, wäre das eine tödliche Bedrohung für ihre Macht.

Dies ist einer der Gründe, warum das Establishment in den kommenden Jahren versuchen wird, Jackson auf dem 20-Dollar-Schein durch die politisch weitaus korrektere Fluchthelferin (!) Harriet Tubman zu ersetzen… um Jackson so noch weiter ins historische Abseits zu drängen.

Billionen und Trillionen

In den Medien, von Politikern und Finanzanalysten wird das Wort „Billion“ (US-amerikanisch „Trillion“) oft beiläufig in den Mund genommen, ohne dass man weiß, was dies bedeutet.

Eine Billion ist eine riesige, unvorstellbare Zahl.

Das menschliche Gehirn hat Schwierigkeiten, etwas so Großes zu begreifen. Lassen Sie mich versuchen, diese gigantische Zahl in die richtige Perspektive zu rücken.

Wenn Sie 1 Dollar pro Sekunde verdienen würden, würde es 11 Tage dauern, bis Sie eine Million Dollar verdient haben.

Wenn Sie 1 Dollar pro Sekunde verdienen würden, würde es 31,5 Jahre dauern, um eine Milliarde Dollar zu verdienen.

Und wenn Sie immer noch 1 Dollar pro Sekunde verdienen, würde es 31.688 Jahre dauern, um eine Billion Dollar zu verdienen.

So riesig ist eine Billion.

Wenn Politiker heute leichtsinnig Geld in Billionenhöhe ausgeben und drucken, begeben Sie sich auf gefährliches Terrain.

Und genau das ist es, was die Federal Reserve und das Zentralbanksystem der US-Regierung ermöglicht haben.

Nachdem Jackson 1835 die Schulden vollständig getilgt hatte, dauerte es 146 Jahre – bis 1981 -, ehe die US-Regierung ihre erste Billion an Schulden angehäuft hatte. Bis zur zweiten Billion dauerte es nur vier weitere Jahre. Die nächsten Billionen folgten in immer kürzeren Abständen.

Heute hat der Kongress Defizite bei den Bundesausgaben in Höhe von mehreren Billionen Dollar normalisiert.

Die US-Bundesverschuldung hat sich parabolisch entwickelt und liegt heute bei über 30 Billionen Dollar.

Wir rechnen noch einmal: Wenn Sie wieder 1 Dollar pro Sekunde verdienen, bräuchten Sie rund 950.640 JAHRE, um die aktuellen US-Bundesschulden zu tilgen.

Und das unter der unrealistischen Annahme, dass die Schulden nicht weiter steigen.

Die US-Bundesregierung hat die höchsten Schulden in der Geschichte der Welt. Und sie wachsen weiter in einem rasanten, unaufhaltsamen Tempo.

Die Schulden werden sich weiter auftürmen, weil die US-Regierung weiterhin für politische Versprechen zahlt. Das ist praktisch unvermeidlich.

Die Staatsverschuldung stellt auch ein ungeheuerliches Verbrechen an den nachfolgenden Generation dar. Das sind diejenigen, die auf den massiven unbezahlten Rechnungen der heutigen Zeit sitzen bleiben, und das wird sie zu Leibeigenen machen.

Es ist zweifelhaft, dass der Kongress dies auch nur eine Sekunde lang in Betracht zieht. Diese Leute sind immer darauf erpicht, viele Milliarden in ferne Länder zu schicken oder den neuesten Schnickschnack zu finanzieren.

Natürlich ist dies keine bahnbrechende Enthüllung. Leute wie Ron Paul warnen die Amerikaner schon seit langem vor den Gefahren der Staatsverschuldung.

Es ist nur so, dass niemand diese Warnungen beherzigt hat. Und niemand hat ernsthafte politische Maßnahmen ergriffen, um das Problem anzugehen. Und es ist auch nicht zu erwarten, dass es jemand tut.

Kurz gesagt, die US-Regierung nähert sich dem finanziellen Endspiel und kann ihren Bankrott nicht länger verschleiern. Die US-Notenbank kann weder ihr extremes Gelddrucken stoppen, noch kann sie die Zinssätze auf ein sinnvolles Niveau anheben.

Wenn wir einen Schritt zurücktreten und herauszoomen, ist das große Bild klar.

Wir stehen wahrscheinlich an der Schwelle zu einem historischen Wandel… und was als Nächstes kommt, könnte alles verändern.

Wenn die nächste Krise kommt – und ich denke, sie könnte unmittelbar bevorstehen – wird die US-Regierung keine andere Wahl haben, als alle mit in den Abgrund zu reißen, während sie verzweifelt nach dem Reichtum greift.

Wir werden wahrscheinlich eine unglaubliche Volatilität auf den Finanzmärkten erleben, wenn Tausende von Unternehmen in Konkurs gehen und die Inflation außer Kontrolle gerät.

Das könnte Ihre Ersparnisse, 401(k)s, IRAs, Renten und die Sozialversicherung dezimieren.

Aber ich spreche nicht nur von einem Börsenkrach oder einem Währungszusammenbruch…

Es geht um etwas viel Größeres… mit dem Potenzial, die Struktur der Gesellschaft für immer zu verändern.

Der englischsprachige Beitrag ist ursprünglich hier erschienen…

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