Editorial: Kriegspropaganda und ein Gold-Mysterium…

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
am 01. September 1939, fast auf den Tag genau vor 86 Jahren, begann der Zweite Weltkrieg. Im Anschluss an unseren Leitartikel lesen Sie dazu eine Buchbesprechung, die Sie nicht verpassen sollten. Denn vieles deutet darauf hin, dass weite Teile der deutschen Bevölkerung schon wieder ins offene Messer der medialen Kriegspropaganda laufen.
Nichts gelernt aus der Geschichte, es ist zum Verzweifeln…
Der Konfliktforscher Dr. Leo Ensel hat zu diesem Thema für die Schweizer Seite www.globalbridge.ch ein „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ verfasst. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt Ensel, wie Sprache erneut in manipulativer Weise eingesetzt wird, um die Möglichkeit eines Krieges in den Köpfen der Menschen zu verankern, sie im besten Wortsinn „kriegstauglich“ zu machen…
Einleitend schreibt Ensel zu seiner Artikelserie:
„Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche ab jetzt in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln.“
Es ist wichtig, dass sich noch viel mehr Menschen dessen bewusst werden…bitte teilen Sie deshalb den hier verlinkten Beitrag.
Warum ist das Gold so stark?
Ein anderes wichtiges Thema dieser Tage sind die erstaunlichen Entwicklungen bei Gold und Silber. Die beiden Edelmetalle kennen buchstäblich kein Halten mehr:
Erst vor wenigen Tagen hat der Goldpreis das nächste Konsolidierungs-Dreieck nach oben aufgelöst. Und der trendfolgende MACD bildet gerade ein weiteres Kaufsignal aus. Die folgende Grafik zeigt das:

Weit und breit gibt es derzeit keinen überzeugenderen Kursverlauf. Höchstens beim Silber, das sich ähnlich stark präsentiert wie sein „großer Bruder“. Mit dem feinen Unterschied allerdings, dass das Silber noch deutlich stärker zulegt, wenn es seine Fesseln erst einmal abgestreift hat.
Viele Anleger werden sich fragen: Was ist da bloß los?
Einmal laut gedacht: Schon einmal hat eine US-Regierung den Goldpreis über Nacht „aufgewertet“. Am 30. Januar 1934 war das und der Goldpreis wurde im Rahmen des Gold Reserve Act durch eine Abwertung des US-Dollar im Handumdrehen von 20,62 auf 35 US-Dollar je Feinunze nach oben gesetzt. Ziel war es, die Geldmenge zu erhöhen und die Deflation zu beenden, indem der Wert des Dollars gesenkt wurde, was zugleich die US-Goldbestände in Dollar aufwertete…
Das wäre in etwa so, als würde der Goldpreis morgen früh plötzlich bei 5.565 US-Dollar notieren. Das US-Finanzministerium würde sich die Hände reiben, sollten die US-Goldreserven statt wie bisher mit kümmerlichen 42,22 US-Dollar je Unze plötzlich vierstellig in den Büchern auftauchten.
Praktisch, nicht wahr…?!
Steht so etwas womöglich wieder auf der Agenda, wenn auch aus völlig anderen Motiven, etwa zur Bekämpfung der enormen US-Schuldenlast? Und ist das womöglich der wahre Grund für die beinahe gespenstische Stärke der beiden Edelmetalle?
Auch in diesem Monat bietet sich also jede Menge Stoff für weitschweifende Gedanken abseits der Mehrheitsmeinung…
Ich wünsche Ihnen eine spannende und erkenntnisreiche Lektüre…
Ihr Andreas Hoose