Putin erwägt Kopplung des Rubel an Gold…

Sollten China, Indien, Saudi-Arabien, Pakistan, Brasilien und andere Rohstoff-Förderländer auf die gleiche Idee kommen, haben nicht nur die USA mit ihrem grün bedruckten Baumwollpapier ein größeres Problem...
Empfohlener Beitrag

Empfohlener Beitrag

Russland prüft nach eigenen Angaben eine Kopplung des Rubel-Kurses an den Goldpreis. Dieser Schritt werde mit Präsident Wladimir Putin diskutiert, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Freitag, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates und enge Putin-Vertraute Nikolai Patruschew signalisierte jüngst, dass ein solches Vorhaben Russland mehr „Souveränität“ über sein Finanzsystem geben könnte.

Konkret hatte Patruschew am Dienstag gesagt, dass Vorschläge zur Bindung des Rubel an Gold und andere Güter ausgearbeitet würden. Russland produziert jährlich etwa zehn Prozent des weltweit geförderten Golds und ist ein wichtiger Produzent von Öl, Gas, Metallen und Getreide.

Beobachter sehen Versuch Rubel and Gold zu koppeln

Die russische Zentralbank hatte im März erklärt, sie würde bis 30. Juni Gold zu einem festen Preis von 5.000 Rubel (65 Euro) pro Gramm kaufen. Dies werteten einige Beobachter als Versuch, den Rubel an Gold zu koppeln. Doch zwei Wochen später, nachdem der Rubel stark gestiegen war, machte die Zentralbank einen Rückzieher. Sie erklärte, sie würde zu ausgehandelten Preisen kaufen.

„Die wichtigste Voraussetzung für die Gewährleistung der wirtschaftlichen Sicherheit Russlands ist das Vertrauen auf das interne Potenzial des Landes“, sagte Patruschew kürzlich der Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“. Auf die Frage, ob diese Ideen der Wirtschaftstheorie widersprechen, sagte Patruschew: „Sie widersprechen nicht den Schlussfolgerungen der Wirtschaftswissenschaft, sondern den Schlussfolgerungen westlicher Wirtschaftslehrbücher.“

Viele Währungen waren in der Vergangenheit an Gold oder Silber gekoppelt. Aber die Verbindung wurde gekappt, als die USA 1971 den Umtausch von Dollar in Gold nicht mehr zuließen.

Der Beitrag ist ursprünglich hier erschienen…

Mehr dazu in der kommenden Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs…

image_pdfPDFimage_printDrucken

Jetzt teilen!​

Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp

Die Kommentarfunktion wird nach zwei Wochen automatisch geschlossen.

2 Antworten

  1. Wie war doch das gleich vor ein paar Wochen?
    Russland würde Gas und Öl auch gegen Gold liefern. Mit einen vorerst fixen Kurs von RUB 5000 pro Gramm. D.h. in aktuellen Zahlen:
    RUB 5000 x 28.35 Gramm (1 Unze)=141’750 RUB/Unze
    141’750÷68.21 (USD/RUB)=2078 USD/Unze
    Dies würde also bedeuten, dass es für Käufer von Gad und Öl deutlich günstiger ist in Gold zu bezahlen, da Gold aktuell zu 1860 USD/Unze zu haben ist. Tatsächlich ein „free lunch“?
    Knackpunk ist, dass sich Moskau sicher nicht mit Papiergold abspeisen lässt.
    Mal schauen was passiert….

  2. Offensichtlich hat Russland einen Handelsbilanz-Überschuß, denn mit einem Definzit ginge das nicht (Gold würde dann abfließen; siehe USD und Nixon 1971). So oder so ist der RUB eine Rohstoff-Währung und damit schon mal stärker ist die Währungen der Wirtschaftsräume mit Handelsbilanz-Defiziten.
    Es wird spannend.

Kommentare sind geschlossen.