Verkaufslawine bei Stromausfall: Wie kann man sich vorbereiten?

Was würde eigentlich passieren, wenn der Strom einmal längere Zeit ausfallen sollte? Wären an den Börsen dann die Kleinanleger die Dummen, weil man sie trickreich von ihren Papieren trennt? Und wie kann man verhindern, in dem Chaos von den großen Adressen über den Tisch gezogen zu werden? Ein Leser hat sich dazu Gedanken gemacht...
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Angenommen, ich wäre ein Planer der Elite und hätte die Aufgabe, ein Szenario umzusetzen, bei dem die Masse der kleinen Anleger aus dem Markt gespült wird, bevor es bei Gold, Silber und den Minenaktien richtig bergauf geht.

Ich weiß, dass mancher meint, solche Pläne existierten nicht. Aber wenn der WEF-Oberste Klaus Schwab ankündigt, wir würden in Zukunft nichts mehr besitzen (wer ist dann der Eigentümer?), dann muss man uns auf dem Weg dorthin ja irgendwie um unseren Besitz bringen.

Als ich heute so den Börsenkursen am Bildschirm folgte und Abstauber-Limit-Orders eingab, kam mir folgender Gedanke:

Es wird ja selbst von Bundesbehörden schon seit Monaten von einem Blackout gesprochen. Er wird quasi angekündigt. Nun würde ein solcher Blackout kaum regional begrenzt sein, denn wir haben nun einmal eine europaweite Vernetzung der nationalen Stromnetze. Wenn also ein solcher Blackout eintrifft, dann trifft es nicht nur die BRD, sondern auch deren Nachbarn und dann die Nachbarn der Nachbarn usw. Ohne Strom kein Internet – das dürfte jedem einleuchten.

Die Frage ist also: Was passiert mit den Stoploss-Orders (SL) und den Abstauber-Aufträgen, die ich bei meinem Broker in den Niederlanden oder bei Interactive Brokers hinterlegt habe – und die gleiche Frage gilt für andere europäische Broker oder Broker mit europäischen Ablegern ebenso?

  1. Die Order ist beim Broker gespeichert und wird täglich zur Börse neu geroutet.
  2. Die Order ist bei der Börse in USA oder Kanada oder Australien gespeichert.

Im Fall a) kann mein Broker die Order nicht weiterleiten nach USA, weil sein Server keinen Strom hat und der große Router (zum Beispiel DeNic)  mangels Strom ohnehin nichts weiterleiten kann. Die Order würde nicht an der Börse in Übersee erneut eingestellt werden und somit kann sie nicht ausgeführt werden.

Im Fall b) wäre die Order an der Börse platziert und könnte zur Ausführung gelangen.

Was also würde ich als teuflischer Planer nun vorsehen?

Mein erster Schritt wäre, einen großen Blackout zu planen, der das gesamte europäische Stromnetz zusammenbrechen lässt. Dies ist einfach zu bewerkstelligen, weil große Umspannwerke am Internet hängen und aus der Ferne (von Hackern) manipuliert werden könnten. Alternativ muss eben mal jemand kommen und einen Luftballon (jene mit metallisierter Oberfläche) zum richtigen Zeitpunkt in der Nähe eines Umspannwerks steigen lassen. Die Generalprobe hierfür haben wir in diesem Jahr Dresden gesehen. Geschieht dies in kurzer Zeit bei mehreren Umspannwerken gleichzeitig, dann bricht das Netz zusammen.

Als nächsten Schritt würde ich an COMEX und NYSE / NASDAQ eine umfangreiche Short-Attacke auf die Edelmetalle starten, begleitet mit dem Verkauf von Minenaktien (über den Verkauf von ETF-Anteilen lässt sich das sehr einfach realisieren).

Was würde passieren? Die Händler in Europa hätten keine Möglichkeit, Aufträge einzustellen oder zu streichen. Die an der Börse gespeicherten SL-Orders kennen die großen US-Banken ja schließlich und können die Kurse solange durch Leer-Verkäufe drücken, bis die SL-Marken lawinenartig ausgelöst werden. Europäische Käufer stören nicht, weil nicht präsent.

Mit Gold hat man das in den vergangenen Monaten auch mehr als einmal getan, warum nicht auch mal mit den Minenaktien? Als es im März 2020 noch die 3fach-Short-ETFs auf Minenaktien gab, wurden diese benutzt, um abends deren Anteile in großem Stil zu kaufen (in den letzten zehn Minuten des Handels). Die ETF-Betreiber waren dann gezwungen, sich über Nacht Minenaktien zu leihen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, und diese Aktien dann bei Börseneröffnung am nächsten Tag zu verkaufen. An diesem Tief dann wurden von den gleichen Akteuren die Minenaktien billig einkassiert und gleichzeitig die ETF-Anteile wieder verkauft, denn nun sollten die Minenaktien ja wieder steigen.

Im dritten Schritt würde ich die Shorts eindecken lassen und die alten Kurse werden wieder erreicht – aber ohne die lästigen Europäer!

Was würde das für uns Privatanleger bedeuten?

Im Fall a) hätten unsere SL-Orders nicht abgeholt werden können, aber leider unsere Abstauber-Orders auch nicht ausgeführt werden können. Wir hätten unveränderte Depots.

Bei der Konstellation b) wären die SL-Orders ausgeführt worden (also unsere SL abgefischt), aber auch Abstauber-Orders wären ausgeführt. Je nachdem, was wir für Orders im Markt stehen hatten, könnten wir uns ärgern (bei SL abgefischt) oder freuen (bei Abstauber-Orders).

Also müsste der Planer der Elite noch eine kleine Panne an der COMEX / NYSE / NASDAQ einbauen – nach Abholen der Stopp-Loss-Orders müssten die Abstauber-Aufträge gelöscht werden, damit sie nicht zur Ausführung kommen können. Dies geschieht meist zum Jahreswechsel automatisch.

Idee:

Zum Jahreswechsel einen ordentlichen Blackout organisieren, noch am 30.12.2021 die Stopp-Loss-Orders abfischen, dann die Abstauber-Orders regulär, und wie schon seit Jahren üblich löschen und dann Anfang Januar die Tiefstkurse fabrizieren, wo sich die Elite (entsprechend vorab informiert) eindecken kann.

Danach steigen die Kurse. Wenn die Europäer wieder Strom haben (vielleicht ab Mitte Januar 2022), dann ist der Zug längst abgefahren. Alle Europäer, die plötzlich viel Cash im Depot haben (SL-Orders ausgeführt) oder immer noch haben (Abstauber nicht ausgeführt) müssen nun den explodierenden Kursen hinterher rennen. Haben dann alle teurer gekauft als gewollt, dann startet die erste Korrektur (in der EW nennen wir dies die Welle 2) und die Käufer werden auf eine harte Probe gestellt.

Wer denkt, dass die Elite unflexibel ist, der täuscht sich. Ein Software-Update des Handelssystems an den genannten Börsen kann man auch an einem beliebigen anderen Tag machen (der Tarnung wegen am Wochenende). Wenn die armen Europäer diese Mitteilung leider nicht lesen und berücksichtigen können, dann tut es „uns“ leid – shit happens.

Wie sollte sich ein Investor / Trader vorbereiten, sofern er eine solche Möglichkeit sieht und nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden will?

Um den 15.12.2020 herum (FOMC-Sitzung der FED endet) dürften die Edelmetalle und die Minen ihr lang ersehntes Tief machen. Dann müssen wir investiert sein und den Cash-Bestand im Depot reduziert haben.

In Cash sollte man nur den Teil vorhalten, der für Standard-Aktien-Investments gedacht, und somit noch als Barreserve vorgesehen ist.

Es muss nicht so kommen und ich hoffe auch, dass ich mich irre. Aber meine Vermutungen, was Banker und andere Teile der Elite machen könnten, haben sich bisher in der Realität immer wieder bestätigt. Daher sollte sich jeder bei seinen Investitionsentscheidungen auch für ein solches Szenario gerüstet sein. Die Lösung kann daher nur lauten:

  • Nur in Aktien investieren, keine Derivate (erst recht nicht in zeitlich begrenzte Laufzeiten wie Futures-Kontrakte oder Optionsscheine)
  • Aktien auswählen, die fundamental begründet steigen werden
  • Kurzfristiges Trading reduzieren, weil Orders nicht garantiert ausgeführt werden
  • Stopp-Loss aussetzen. Die Positionsgröße bei riskanten Trades / Investments so begrenzen, dass selbst bei Totalverlust das Depot nicht crasht. Die Positionsgröße entscheidet dann über das Depot-Risiko.

Egal, ob es so kommt oder nicht: Vorbereitung ist alles!

In der Hoffnung, dass uns ein solches Szenario (Blackout über Wochen!) erspart bleibt grüßt Euch,

der EWAT (Elliott-Wellen-Aktien-Trader)…

Dazu noch eine Ergänzung von mir:

Ganz davon abgesehen, dass die meisten von uns bei einem mehrwöchigen Stromausfall ganz andere Sorgen hätten als ausgerechnet Aktienkurse, weil nämlich schon nach wenigen Tagen die Infrastruktur vollständig kollabieren würde, käme den Notenbanken so ein Horrortrip vermutlich sehr gelegen:

Private Kryptowährungem, die ja eine Art Konkurrenzmodell zu Zentralbankgeld darstellen, wären auf einen Schlag tot. Für Bitcoin und Co. würde sich niemand mehr interessieren – und die Notenbanken könnten die Gunst der Stunde nutzen, um ihr womöglich goldgedecktes Digitalgeld einzuführen.Geschickt eingefädelt, so könnte man sagen.

Die Folge: Bitcoin und Konsorten würden in Rauch aufgehen – Gold und Silber dagegen würden in Richtung Stratosphäre aufbrechen…

Mehr dazu in einer der kommenden Ausgaben des Antizyklischen Börsenbriefs.

(Andreas Hoose)

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Eine Antwort

  1. Gute Überlegungen in dem Beitrag. Habe ich mir in ähnlicher Form auch schon gemacht.
    Nachdem ich in der Frühzeit meiner Börsenlehrjahre mehrfach böse Erfahrungen mit Stopp-Loss-Ordern sammeln durfte, kommen sie für mich ohnehin schon lange nicht mehr infrage. Ein Kursalarm und eine der Situation angepasste Entscheidung halte ich persönlich für effektiver.
    Mit einem länger anhaltenden großflächigen Stromausfall sollte sich allerdings – auch ganz unabhängig von den Auswirkungen auf das Börsengeschehen – jeder beschäftigen. Die Konsequenzen, bis zu ende gedacht, wären verheerend. Strom ist das Lebenselixier unserer heutigen Gesellschaft. Ohne ihn geht so gut wie nichts mehr.

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