Die Corona-Krise und der übermächtige Herdentrieb…

Kürzlich erreichte uns die Zuschrift eines Lesers. Darin schildert der Psychologe, studierte Mediziner und Buchautor seine persönlichen Erfahrungen mit einem „Corona-Testzentrum“. Der Herdentrieb, gesellschaftliche Zwänge und die Angst um den Arbeitsplatz hatten bei vielen offenbar das Denken ausgeschaltet, so der Befund unseres Lesers. Wir halten den Beitrag für so wichtig, dass wir ihn hier ungekürzt wiedergeben...
Andreas Hoose

Andreas Hoose

Lieber Herr Hoose,

es sind wirklich erschreckende Zeiten, die aktuell herrschen. Leider habe ich das Gefühl, dass es zunehmend schlimmer wird. Die Leute drehen an allen Ecken und Kanten durch und lassen sich aufstacheln, egal zu welchem Thema, eben was gerade in der Tagesschau propagiert wird.

Was den Freundeskreis angeht: Bei mir hat er sich merklich ausgedünnt. Mit Menschen in meiner „Altersklasse“ habe ich kaum noch Kontakte. Hauptsächlich mit Menschen in der Generation meiner Eltern, die über entsprechende Erfahrungen, aus früheren Zeiten verfügen, kann ich noch ein vernünftiges Gespräch führen. Ich weiß nicht wie oft ich in den letzten zwei Jahren als Rechter, Schwurbler und völlig Bekloppter hingestellt wurde.

Irgendwann, als es dann aber an die Existenz ging, mussten wir vorsichtig werden. Es ist auch völlig paradox, wie die Gespräche oder Diskussionen mit dem – ja eigentlich mündigen – Bürger ablaufen. Ursprünglich habe ich ja, wie im letzten Brief erwähnt, Psychologie studiert. Hier bin ich vom Schwerpunkt her zweigleisig gefahren: einmal der Bereich Wirtschaft und einmal die biologische Psychologie bzw. Neuropsychologie. Da ich damals so verrückt war und unbedingt in die Forschung wollte, habe ich noch ein paar Semester Medizin studiert. Seitdem wundert es mich im Übrigen noch weniger, dass es kaum Ärzte gibt, die sich dem Ganzen widersetzt haben.

Geld und Gier war da ein großes Thema und auch wieder das menschliche Anschlussmotiv, der Gruppe dazugehörig zu sein. Die Ärzte und Apotheker haben geimpft wie die Blöden, um Helikoptergeld abzugreifen ohne Ende. Der Mensch war an der Stelle, wie leider so oft, völlig egal. Und auch die Bezeichnung „Götter in Weiß“ erhielt für mich eine ganz neue Bedeutung.

Nicht nur die Hybris und Arroganz der Studenten fiel auf, sondern in erster Linie auch die Unfähigkeit, eigene Grenzen der Kompetenz wahrzunehmen und diese – ohne einen völligen Zerfall des Selbstwertes zu erleiden, auch eingestehen zu können. Eine Berufs-/Studentengruppe, in der die meisten – trotz des wahnsinnig breit gefächerten Wissens über den menschlichen Körper und seiner Vorgänge – häufig nicht einmal den Unterschied zwischen einem Median und einem Mittelwert kennen, sich deshalb für die methodische Auswertung und Interpretation ihrer Abschlussarbeiten häufig Statistiker zur Unterstützung heranziehen oder die Angaben relativer Risiken ohne Kontext des absoluten Risikos weitergaben, fingen an, die Zulassungsstudien als Referenz heranzuziehen und für die Wirksamkeit des Impfstoffes zu werben.

Natürlich haben sie „alle“ auch die Zulassungsstudien gelesen – natürlich. Als Psychologe habe ich eine recht gute statistische Ausbildung genossen und habe das Glück, mir Informationen schnell aneignen zu können. Ich habe mir die Studien daher selbstverständlich auch angesehen. Ich frage mich immer noch, was sie da alles rausgelesen haben wollen.

Aber zurück zum Thema: ein wenig über die Grundlagen der Impfung und die Wirkung/Nebenwirkungen verstehe ich natürlich durch den beruflichen Werdegang. Was aber in den Gesprächen mit Menschen, die nicht über einen entsprechenden Hintergrund verfügen, völlig egal war. Ich musste feststellen, dass die Meisten überhaupt nicht mehr empfänglich für rationale Argumente sind und alles abwehren. Sie erreichen keinen mehr an der Stelle. Die Leute müssen ihre eigenen Handlungen rechtfertigen und können nicht einsehen, dass ihr Verhalten vielleicht unüberlegt oder ein Fehler war.

Einfacher ist es im Sinne der kognitiven Dissonanz, andere als Spinner hinzustellen und als krank/gestört aus der Gemeinschaft auszuschließen. Hauptsache nicht in den Spiegel schauen und diese bittere Pille schlucken. Das ist Sozialpsychologie vom Allerfeinsten.

Herr Hoose, ich möchte es eigentlich gar nicht schreiben, aber ich verstehe seit den beiden vergangenen Corona-Jahren, wie die deutsche Geschichte vor gut 80 Jahren, zustande gekommen ist. Wenn ich das Verhalten der meisten Menschen um mich herum Revue passieren lasse, wundert mich eigentlich gar nichts mehr.

Auch nicht wo wir heute in Bezug auf die Geopolitik und die deutsche Politik stehen. Und genau das zeigt sich meines Erachtens heute in deutlichen Zügen erneut. Es wird blind gefolgt, nichts wird hinterfragt, Entwicklungsländer saufen aufgrund politischer Fehlallokationen ab und jeder der abweicht, sollte in „Quarantäne Hotels“ abgeschoben werden. Mich macht das Ganze einfach nur fassungslos und unheimlich betroffen.

Da Sie hin und wieder über Corona berichten, würde ich Ihnen gerne meine Erfahrung an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Das Buch von Gustav Le Bon habe ich leider nie vollständig gelesen, aber ein paar grundlegende Punkte sind mir aus dem Studium definitiv hängen geblieben.

Der Lebensgefährte meiner Mutter hat mit mir gemeinsam vor gut anderthalb Jahren, eine Teststelle in seinen Apothekenräumlichkeiten eröffnet. Anfangs dachten wir noch, dass wir damit den Leuten und der „Eindämmung der Pandemie“ etwas helfen können. Doch der Groschen viel verdammt schnell bei uns allen. Es war mehr als offensichtlich, dass hinter der ganzen Corona Sache etwas anderes steckte. Wir haben uns anfänglich immer gewundert, ob die Tests überhaupt funktionieren.

Als alle weggesperrt wurden und die Menschen mit Maske auf dem Fahrrad saßen, hatten wir alle paar Monate mal einen Test der angeschlagen hat. Wir haben uns mehrfach erkundigt, ob die Tests nicht doch einem Produktionsfehler entsprungen sind. Ein positives Testergebnis war eine Sensation und unser Gewissen beruhigt, dass die Tests ihren Job ja doch machen. Umso plagender wurde die Frage: Wie zum Geier kommen die hohen Fallzahlen zustande? Welche Teststelle aus der Region meldet diese Zahlen? Und den Leuten ging es auch nicht wirklich schlecht zu diesem Zeitpunkt. Irgendwann wurde dann klar, dass die Menschen Stück für Stück zur Impfung gezwungen wurden. Und meiner Meinung nach muss das geplant gewesen sein, psychologisch gesehen lief das nämlich alles zu aalglatt.

Im Endeffekt beruhte das alles auf ganz basalen psychologischen Mechanismen seitens der Manipulatoren und der Empfänger. Anfangs wurde Angst und Schrecken verbreitet, etwas Unbekanntes, nicht Sichtbares, wovor sich keiner schützen kann. Todesangst wurde verbreitet, der Überlebenstrieb angefacht. Die Bilder aus Bergamo, alle Medien voller Beatmungsgeräte, Intensivstationen in Kombination mit kleinen Kindern und alten Menschen, Aufnahmen und Animationen des Coronavirus an jeder noch erdenklichen Stelle platziert, taten ihr Bestes. Damit wurden alle Aspekte angesprochen, die beim Menschen die grundlegende Emotion Angst hervorrufen. Zu diesem Zeitpunkt fühlen sich die Menschen hilflos, vertrauen ihrer eigenen Interpretation nicht mehr und orientieren sich an den Handlungen anderer.

Dank dieser Denk- und Handlungsschemata ist im Übrigen auch gut zu beobachten, warum bei einem Notfall in der Öffentlichkeit keiner hilft (Schlagworte sind hier die Verantwortungsdiffusion oder der Bystander-Effekt). Niemand will die Situation falsch interpretieren, Schuld auf sich laden oder aus der Menge raus stechen, der Gruppenzwang ist an der Stelle schon mal angefixt. Dann kamen kurze Zeit später vermeintliche Experten, mit weißen Kitteln, Doktortiteln und mächtigen Positionen (Manche auch mit zerzausten Haaren, Wortfindungsstörungen und einem offensichtlichen Drogenabusus).

Solchen Menschen wird auf der Grundlage von Angst und Unsicherheit sehr einfach Folge geleistet. Hier gab es auch in der Vergangenheit immer spannende Experimente, dass wenn bspw. ein Kittel getragen wurde, die Menschen folgsamer im Verhalten waren (Schlagwort Milgram Experiment; zwar gibt es hierüber thematische Debatten, jedoch bestärken mich die derzeitigen Beobachtungen hinsichtlich der Richtigkeit der Interpretation). Aber dann doch noch das große Glück nach längerem Warten: endlich die Impfung, die einzige Rettung raus aus der Pandemie. Das war die Sternstunde der neuen Zeit, die schrecklichen und aussichtslosen Probleme sind auf einen Schlag bzw. durch eine Spritze konnte eine (Er-)Lösung angeboten werden. Wie praktisch! Die Menschen hatten Angst und waren hilflos, kein Wunder das anschließend so viel gespritzt wurde.

Doch es sind nicht alle darauf reingefallen! Die „Herdenimmunität“ war ja noch nicht erreicht, also mussten neue Ideen ran. Was wohl fast immer zieht: sozialer Druck. Menschen sollten ausgeschlossen werden. Das triggert das menschliche Bedürfnis nach Anschluss und Zugehörigkeit. Für uns soziale Wesen, die nach 90 min Isolation bereits die ersten Stresshormone wie Adrenalin/Noradrenalin ausschütten und beim Gefühl der Einsamkeit gleiche Hirnareale wie bei echtem körperlichem Schmerz aktiviert werden, eine fundamentale Bedrohung.

So hat uns das Anschlussmotiv evolutionär gesehen auch häufig das Leben gerettet, denn ohne Gruppe zu der man gehörte, ließ es sich nicht so gut in der Wildnis überleben. Viele sind infolgedessen umgekippt. Hetze, Stimmungsmache und Propaganda gegen die Ungeimpften (Feindbild und Sündenbockmechanismen konnten auch noch abgegriffen werden) waren an der Tagesordnung im gebührenfinanzierten deutschen Rundfunk. Welch Regression des freien, brüderlichen, demokratischen Landes. Solidarisch war man, wenn man andere diffamiert und ausgeschlossen hat. So glänzend erscheint dieses Verhalten wohl nicht mehr und erinnert zwangsläufig an düstere Zeiten. Und die wenigsten haben es leider auch diesmal verstanden.

Doch es gab noch Menschen mit eisernem Charakter.

Die nächste psychologische Stellschraube musste her. Diese war die existenzielle Grundlage des Menschen! Arbeit, Lohn, Familie und somit Leben. Viele hatten Angst davor, den Job zu verlieren, einige haben ihn sogar verloren. In jeglichen Bereichen, besonders aber Angestellte in städtischen Betrieben und im öffentlichen Dienst. Hiermit wurden erneut einige Menschen zur Impfung gedrängt. Diese lähmende Angst, die die existenzielle Grundlage erschütterte, erfasste viele Menschen viel unmittelbarer und ließ die Angst, körperliche Beschwerden aufgrund der Impfung zu erleiden, in den Hintergrund gelangen. Wenn ich jetzt nicht weiß, wie ich mich und meine Familie durchbringen soll – warum sollte ich mir Sorgen über die kommenden 10, 20 Jahre machen? Die letzten die dann übriggeblieben sind, hätten sich glaube ich auch unter Androhung der Todesstrafe nicht impfen lassen.

Wir haben all diese Phasen in der Teststelle gesehen und begleitet. Es war teilweise herzzerreißend. Familien und Freundschaften sind zerbrochen, Menschen sind in existenzielle Ängste und Nöte gedrückt worden, es war einfach nur ekelhaft. Es ist unglaublich, wie sich die Menschen in diesem Land erneut instrumentalisieren lassen. 77 Jahre Geschichtsunterricht für die Tonne!

Im Laufe der wurde unsere Einrichtung zu einem der letzten Orte, wo Menschen noch frei ihre Meinung sagen konnten und willkommen waren. Ungeachtet aller Merkmale die sie mitbrachten. Wie es eben einer der Grundsätze der Medizin ist. Viele berichteten uns, dass sie woanders als Ungeimpfte besonders intensiv getestet wurden.

Macht ja Sinn, weil bei Ungeimpften das Virus tiefer sitzt oder war es doch Bösartigkeit und Bestrafung? Das deutsche Denunziantentum wurde wieder salonfähig. Es war eine Renaissance der Blockwarte. Die Menschen wussten, dass der große Teil unseres Teams (Chef und mir als leitende Kraft eingeschlossen) nicht geimpft waren. Wir wurden zum überregionalen Geheimtipp und mit unglaublich viel Dank überschüttet. Es soll nicht heroisch klingen (eigentlich möchte ich das nicht, so etwas ist mir unangenehm), aber wir haben – so glaube ich – vielen Leuten in dieser Zeit geholfen, ihrem alltäglichen Leben halbwegs normal weiter nachzugehen, ohne folternde Tests und dem Gefühl, man ist nicht alleine.

Der Lebensgefährte meiner Mutter hat nebenher immer wieder auf die Hetze gegen die Ungeimpften seitens der Apothekenpresse reagiert und entsprechend wissenschaftlich gestützt, widersprechende Briefe geschrieben. Er hat natürlich nie eine Antwort erhalten. Wie wir erwarten, werden die ganzen Impfgeschädigten irgendwann auch keine Antwort erhalten.

Abschließend hierzu aber noch etwas anderes aus dem Nähkästchen. Von Impfkampagne zu Impfkampagne stiegen die Zahlen der positiven Testungen exponentiell an. Und das nicht nur bei uns. Durch meine frühere Arbeit im Rettungsdienst war ich noch etwas verzweigt und hatte sehr ähnliche Infos auch von anderen deutlich größeren Teststellen (in Ballungsgebieten und bei großen Industriewerken). Doch das ist nur die halbe Geschichte. Die positiven Testungen waren eigentlich ausschließlich geimpfte Personen, die ab der dritten Impfung erschreckend intensive Symptome, verglichen mit den ungeimpften Personen hatten. Bei ihnen waren es meist lediglich ein paar symptomatische Tage, während die Geimpften sich kaum noch die Treppen zu uns hoch schleppen konnten.

Die Impfung wirkt, nur keiner weiß scheinbar wo genau! Das vor dem Hintergrund des heutigen Tages, an dem Klabauterbach ja rechtlich gesehen, nichts falsch gemacht hat, als er die Impfung als nebenwirkungsfrei bezeichnet hat. Es ist erschreckend, wieviel wir in der ganzen Zeit an Nebenwirkungen beobachten konnten. Viele Menschen berichteten uns, dass sie selber oder eben Bekannte teils sehr krank wurden nach dem „kleinen Pieks“.

Aus dem Rettungsdienst/Kliniken hatte ich ebenfalls deckende Rückmeldungen. Viele medizinische Kräfte haben sich wohl deshalb nicht impfen lassen. Doch Not macht erfinderisch. Ich hörte von einigen sehr geistreichen, inoffiziellen Impfaktionen auf mir persönlich bekannten Rettungswachen. Hier hat ein verantwortungsbewusster Arzt das Zeug ins Waschbecken gespritzt oder die Heftchen einfach nur durchgestempelt. Einige aus dem Bereich die ich noch kenne, sind auch selber nicht geimpft, brauchten aber den Pass, um weiter arbeiten zu können.

Zum Glück haben wir keinen Pflegenotstand und auf die Fachkräfte können wir ja auch verzichten…

Liebe Grüße, 

A. L.

(Name ist der Redaktion bekannt)

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Eine Antwort

  1. Dies ist ein sehr aufschlussreicher Bericht eines Lesers über den Zustand unserer Gesellschaft, danke dafür. Immer mehr habe ich das Gefühl, dass der gesunde Menschenverstand besonders in der Politik und auch in der Bevölkerung auf der Strecke bleibt, es wird wenig von den Menschen kritisch hinterfragt, was derzeit in Deutschland und in der Welt passiert, vieles wird einfach hingenommen, ist halt so, da kann man nichts dagegen unternehmen.

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